LEONARDO APOTHEKE
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Jede Zeit hat ihr Genie

Samuel Hahnemann
1755 - 1843
Deutscher Arzt,
um 1800 Begründer der
Homöopathie.
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Spinnen gehören mittlerweile zu den Tiergruppen, die „Karriere gemacht“ haben.
von Sabine Friedrich
Im Vorfeld der eigentlichen homöopathischen Aspekte möchten wir kurz die Spinnen als solche beschreiben – ähnlich der Signaturenlehre bei den Pflanzen. Die Zahl wissenschaftlich beschriebener Spinnenarten ist gigantisch. Unaufhaltsam nähert sie sich der 40.000, liegt aktuell bei 39.112 (Platnick 2006). 110 Familien mit insgesamt 3.618 Gattungen werden zurzeit geführt, und die Entdeckung neuer Arten, ja sogar Gattungen ist nichts Außergewöhnliches. Allein in Deutschland sind 1.000 Arten nachgewiesen – etwa 20% davon gelten als gefährdet. Sicher wurden bereits sehr viele Spinnenarten weltweit durch die fortschreitende Zerstörung natürlicher Lebensräume ausgerottet, bevor sie der Wissenschaft überhaupt bekannt wurden. Dies bedeutet nicht nur eine große Lücke für die biologische Forschung, sondern beispielsweise auch einen potenziellen Verlust bioaktiver Substanzen, die uns eines Tages nützlich werden könnten. Denn nicht nur der Wunderstoff Spinnenseide zieht seit langem die Aufmerksamkeit der Technologen auf sich, sondern gerade auch die Gifte der Spinnen bergen ein gigantisches Reservoir hochinteressanter Wirkstoffe. Aktuell wird beispielsweise an den Psalmotoxinen I und II aus dem Gift von Psalmopoeus cambridgei geforscht, die möglicherweise in der Malariabekämpfung zum Einsatz kommen könnten (Choi et al. 2004). Weitere in der Forschung momentan intensiv studierte Giftstoffe stammen etwa von Grammostola rosea, Ornithoctonus huwena oder Paraphysa scrofa. Eine bereits längere Forschungsgeschichte haben die Gifte beispielsweise der Gattungen Loxosceles (Einsiedlerspinnen) und Latrodectus (Witwen) hinter sich, ebenso wie die weiterer Arten, die eine Gefahr für die Menschen darstellen. Und nicht nur in der klassischen Pharmaforschung spielen Spinnengifte eine Rolle, sondern auch in der homöopathischen Medizin, wo sie erfolgreich Anwendung finden (Mangialavori 2005). Mit Ausnahme weniger Gruppen, darunter die heimischen Kräuselradnetzspinnen (Uloboridae), besitzen übrigens alle Spinnen Giftdrüsen, aber nur die wenigsten werden auch dem Menschen gefährlich (Maretic 1987; Mebs 2000).
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Acanthoscuria geniculata |
Weißknie-Riesenvogelspinne |
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Aranea diadema |
Gartenkreuzspinne |
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Araneus sclopetarius |
Brückenkreuzspinne |
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Araneus umbricatus |
Spaltenkreuzspinne |
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Araniella cucurbitina |
Kürbisspinne |
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Avicularia metallica |
Rotfußvogelspinne |
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Brachypelma smithi |
Mexikanische Rotbeinvogelspinne |
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Brachypelma vagans |
Schwarzrote Vogelspinne |
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Citharischius crawshaiy |
Riesenvogelspinne |
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Diaea dorsata |
Grüne Krabbenspinne |
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Grammostola rosea |
Rote Chile-Vogelspinne |
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Latrodectus mactans |
Schwarze Witwe |
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Marpissa muscosa |
Rindenspringspinne |
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Misumena vatia |
Veränderliche Krabbenspinne |
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Mygale lasiodora |
Vogelspinne |
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Phalangium opilio |
Weberknecht |
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Pholcus phalangioides |
Große Zitterspinne |
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Pisaura mirabilis |
Listspinne |
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Psalmopoeus pulcher |
Baumvogelspinne |
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Pterinochilus murinus |
Rote Usambara-Vogelspinne |
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Salticus scenicus |
Zebra-Springspinne |
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Tarantula hispanica |
Spanische Tarantel |
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Tegenaria domestica |
Hauswinkelspinne |
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Tetragnatha extensa |
Gemeine Streckerspinne |
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Theraphose leblondi |
Südamerikanische Riesenvogelspinne |
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Theridion tepidariorum |
Gewächshaus-Kugelspinne |
Druckansicht
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Androctonus australis |
Sahara-Skorpion |
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Hadogenes paucideus |
Spaltenskorpion |
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